Die Baubranche hat spezifische technische Normen, die die Maße von Durchgängen in einem Haus festlegen. Laut Vorschriften müssen Türen zu Zimmern oder Küchen einen Durchgang von mindestens 80 cm Breite und 200 cm Höhe bieten. Wichtig ist jedoch zu beachten, dass dies die „nutzbaren“ Maße sind, also die, die nach der Montage der gesamten Türkonstruktion übrig bleiben. Um eine Tür richtig auszumessen, konzentrieren Sie sich auf die Rohöffnung in der Wand, die immer größer als das Türblatt selbst sein muss.
Wir messen die Breite an drei Punkten: unten, in der Mitte und oben. Wir nehmen immer das kleinstmögliche Maß. So stellen wir sicher, dass der Türrahmen in die schmalste Öffnung passt und eventuelle Spalten mit Montageschaum gefüllt oder mit Klebeband abgeklebt werden
Die Höhe ist beim Bauen der problematischste Faktor. Um Türen (an ihrer vorgesehenen Position) exakt zu vermessen, sollten Sie immer die sogenannte Nullhöhe berücksichtigen. Messen Sie, während der Boden noch roh ist, müssen Sie die Dicke der geplanten Belagsschichten hinzurechnen:
Eine Unterschätzung dieser Werte führt dazu, dass das Türblatt am Boden schleift. Eine Standardöffnung sollte ca. 206–208 cm über dem fertigen Fußboden liegen. Überprüfen Sie diese Messung an zwei Punkten (links und rechts), um eine eventuelle Sturzwölbung auszuschließen.
Wenn Sie nur die beweglichen Teile der Türbeschläge eines alten Stahltürrahmens austauschen möchten, ist besondere Sorgfalt geboten. Bei Türblättern mit Falz, die häufig in älteren Gebäuden zu finden sind, ist die Gesamtbreite des Türblatts immer 44 mm größer als seine Nennbreite. Beispielsweise hat das gängige Türblatt „80“ eine Außenbreite von 844 mm, die Falz (die Stelle, an der es auf den Türrahmen trifft) misst jedoch 818 mm.
Prüfen Sie neben Breite und Höhe auch den Scharnierabstand. Normen schreiben üblicherweise einen Abstand von 1480 mm zwischen den Scharniermitten vor. Jede Abweichung von dieser Regel erfordert Anpassungen am Türrahmen oder eine Sonderanfertigung.
Moderne verstellbare Türsysteme ermöglichen eine optimale Anpassung an die Wand und kaschieren Unebenheiten im Putz. Um den richtigen Verstellbereich zu wählen, ist es wichtig, die Tür für die Öffnungstiefe korrekt auszumessen.
Die Wandstärke wird an mindestens drei Punkten auf jeder Seite gemessen. Im Gegensatz zur Öffnungsbreite ist hier das größte Maß ausschlaggebend. Beträgt die Wandstärke beispielsweise an einer Stelle 14 cm und an einer anderen 15 cm, wählen Sie einen Türrahmen mit einem Verstellbereich von bis zu 15,5 oder 16 cm. Ein zu schmaler Türrahmen verhindert das vollständige Schließen der Tür und beeinträchtigt so die Optik.
Vergessen Sie beim Messen nicht, die Öffnungsseite der Tür zu bestimmen. Die Regel ist einfach: Stellen Sie sich so vor die Türöffnung, dass die Tür zu Ihnen hin öffnet. Befinden sich die Scharniere rechts, handelt es sich um eine rechts angeschlagene Tür. Befinden sie sich links, ist es eine links angeschlagene Tür. Ein Fehler in dieser Hinsicht verhindert die Montage, da die Türrahmen für eine bestimmte Seite ausgelegt sind.
Überprüfen Sie außerdem den Schlossabstand, also den Abstand zwischen der Mitte des Türgriffs und der Mitte des Schlüssellochs bzw. des Schließzylinders. Bei Innentüren beträgt dieser Wert üblicherweise 72 mm. Die genaue Bestimmung dieser Details gewährleistet, dass Türgriffe und Rosetten perfekt passen und kein zusätzliches Bohren erforderlich ist.
Ein letzter wichtiger Punkt ist die Einhaltung des korrekten Einbauabstands. Die Wandöffnung sollte etwa 2–3 cm breiter und 1–2 cm höher als der äußere Rand des Türrahmens sein. Dieser Abstand ist notwendig, um die Montageschaumung korrekt einzusetzen. Diese dient nicht nur der Befestigung der Konstruktion, sondern sorgt auch für Schalldämmung. Ist der Abstand zu gering, kann die Öffnung nicht vollständig ausgefüllt werden, was zu einer unzureichenden Schalldämmung der Tür zum Flur hin führen kann.
Das genaue Ausmessen von Türöffnungen in Ihrem Zuhause erfordert Geduld und Sorgfalt, kann aber viele Probleme beim Innenausbau vermeiden. Messen Sie die Öffnungen immer erst nach dem Verputzen der Wände und stellen Sie sicher, dass Sie die endgültige Fußbodenhöhe kennen. So gewährleisten Sie eine reibungslose Montage und sorgen dafür, dass Ihre Amstol-Türen viele Jahre lang einwandfrei funktionieren. Wenn Sie Zweifel an der Geometrie Ihrer Wände haben, empfiehlt es sich, einen Fachmann zu kontaktieren, der Ihre Berechnungen mit Lasergeräten überprüft, bevor Sie Ihre Bestellung aufgeben. Kontaktieren Sie unsere Experten – sie helfen Ihnen gerne, die ermittelten Daten zu überprüfen und die perfekte Tür für Ihr Zuhause auszuwählen!
